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10. Mai 2020
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Alte Liebe rostet nicht: Der mittlere Dienst und der VBB

Was wäre die Bundeswehr ohne den mittleren Dienst? An vielen Stellen würden entscheidende Angelegenheiten nicht erledigt! Der mittlere Dienst bildet die fachlich breit aufgestellte Basis, auf der so vieles aufbaut, besonders in unserer Wehrverwaltung des Bundes. Deshalb muss den Angehörigen dieser Laufbahngruppe eine faire Perspektive gegeben werden.

Selbstverständlich hat der VBB das Wohlergehen der betroffenen Kolleginnen und Kollegen weiter im Blick, auch wenn aktuell andere Themen die mediale Landschaft dominieren. Unser Engagement für den mittleren Dienst ist und bleibt eine anspruchsvolle Daueraufgabe.

Mit Ausdauer und der notwendigen Hartnäckigkeit verfolgt der VBB wie keine andere Organisation die Entwicklungen in dieser Laufbahngruppe und setzt sich nachhaltig für die Belange der Angehörigen des mittleren Dienstes ein. Innerhalb der Bundeswehr nutzen wir unsere Kontakte, um bei Entscheidungen auch einen Mehrwert für die betreffenden Kolleginnen und Kollegen zu erzielen. Außerhalb der Bundeswehr nutzen wir unsere Verbindungen zu den befreundeten Bundesbeamtenverbänden, um zusammen mit dem dbb Beamtenbund und Tarifunion die großen Fragen zu beantworten und mit einer einheitlichen, starken Stimme gegenüber der Politik zu verhandeln. Das ist notwendig, denn jeder noch so kleine Fortschritt muss errungen werden.

Erfolgreicher Einsatz des VBB für unseren mittleren Dienst

Ein bedeutender Schritt war die breite Einführung der Dienstposten-Bündelung, gerade weil so dienstliche Erfahrungen mehr genutzt und die Vereinbarkeit von Dienst und Familie verbessert wird. Die Flexibilität mit der Arbeitszeitverordnung und die Möglichkeiten zur Telearbeit sind weitere Beispiele. Der VBB hat sich ebenso für Hebungen und strukturelle Verbesserungen eingesetzt. Viele der jüngeren Kolleginnen und Kollegen werden kaum glauben wollen, was die erfahrenen Beamtinnen und Beamten alles absolvieren und ertragen mussten, um in Beförderungsämter zu gelangen. In vergangenen Zeiten war der Einstieg erheblich tiefer, der Weg nach oben war deutlich weiter und beschwerlicher. Dies darf nicht in Vergessenheit geraten.

Noch lange sind nicht alle Herausforderungen erledigt. Der VBB wird sich weiter auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass die geforderten und versprochenen Verbesserungen auch tatsächlich an der Basis ankommen. Das ist leider nicht immer der Fall, wie uns Mitglieder immer wieder berichten. Leistungsstarken, qualifizierten Angehörigen des mittleren Dienstes müssen bessere Perspektiven hinsichtlich der Beförderungsmöglichkeiten von A8 nach A9m oder von A9m zu A9mZ geboten werden. Ebenso sollte der Dienstherr besser die Möglichkeiten nutzen, um erfahrenes, leistungsstarkes Personal durch Aufstiegsmöglichkeiten nach § 27 der Bundeslaufbahnverordnung zu fördern und zu binden. Schließlich bekommen die Angehörigen des mittleren Dienstes keine Bindungsprämie!

Besonders unverständlich wird die Angelegenheit, wenn Soldaten oder Tarifbeschäftigte bei gleichen Aufgaben deutlich bessere Möglichkeiten und Chancen erhalten, wie berichtet wird. Bei einem Personalkörper muss auch in diesen Fällen für faire Gleichstellung gesorgt werden, da darf der mittlere Dienst strukturell nicht benachteiligt werden. Wie bereits erwähnt, bilden die Kolleginnen und Kollegen des mittleren Dienstes die Basis in unserer Verwaltung. Aus diesem Grund müssen etwaige Schieflagen beseitigt werden. Daran arbeiten wir mit den Entscheidungsträgern.

Damit die alte Liebe tatsächlich nicht rostet, muss sie poliert werden. Diese Aufgabe nimmt der VBB ernst, aber wie das so ist beim Polieren: Es ist viel Geschick, Geduld und Ausdauer notwendig, bis ein glänzendes Ergebnis vorliegt. Aber diese Anstrengung ist uns der mittlere Dienst wert!