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27. Juni 2018
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Initiative „Chefsache“ – Jahreskonferenz 2018 unter dem Motto „Talentenwicklung neu denken“

Bei der Initiative „Chefsache“ handelt es sich um ein Netzwerk von Führungskräften aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Medien, das sich der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern persönlich verpflichtet fühlt. Anspruch und Ziel von „Chefsache“ ist es, als Initiative mit Vorbildcharakter den notwendigen gesellschaftlichen Wandel mit neuen Konzepten und Ansätzen zu unterstützen.

Bei der diesjährigen Jahreskonferenz, die am 18. Juni 2018 in Berlin unter dem Motto „Talentenwicklung neu denken“ stattfand und bei der auch der Verband der Beamten der Bundeswehr e.V. (VBB) vertreten durch die Bundesgeschäftsführerin Cora Nixtatis teilnahm, ging es eben um die Frage, wie die die Talentförderung der Zukunft aussieht – für Organisationen, Führungs¬kräfte und nicht zuletzt die Talente selber.

„Die Talente von Morgen gilt es heute zu gewinnen“, betonte Prof. Dr. Angela Friederici, Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft, in ihrer Begrüßungsrede. Aber auch das Thema „Unconscious Bias“ (unbewusste Vorurteile) stand wieder auf der Tagesordnung und wurde von der Harvard-Professorin und Verhaltensökonomin Iris Bohnet in ihrer Key-Note thematisiert. Viel zu oft würden Personalentscheidungen durch unbewusste Vorurteile beeinflusst, von denen alle Menschen geprägt seien. Es gehe ein großes Potenzial an Vielfalt verloren, da Führungskräfte häufig vor allem die Talente förderten, die ihnen am ähnlichsten seien, so Frau Prof. Bohnet in ihrer Rede weiter. Und auch Janina Kugel, Arbeitsdirektorin und Vorstandsmitglied der Siemens AG, machte in ihrem Impulsvortrag deutlich, wie wichtig Diversität im Unternehmen ist. Die Forschung hat eindeutig belegt, dass vielfältige Teams erfolgreicher sind.

Über 300 ausgewählte Führungskräfte, Gestalter und Entscheider aus allen Bereichen kamen bei der Konferenz zusammen, um in Vorträgen, Paneldiskussionen und weiteren interaktiven Break-Out-Sessions miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden Fragen wie beispielsweise „Wie finden wir die Top-Talente von morgen?“, „Wie bringen wir diese Talente in Schlüsselpositionen?“, „Brauchen wir Talentförderung nur für Frauen oder wie kann Talententwicklung chancengerechter werden für alle?“ diskutiert. Auch das allgegenwärtige Thema Digitalisierung 4.0 mit allen Chancen und Risiken wurde einmal mehr durchleuchtet.

Alles Themen, die auch die Bundeswehr betreffen, existieren doch bereits jetzt zahlreiche unbesetzte Dienstposten - Tendenz steigend.