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24. Oktober 2017
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Bereich VII

StOGrpen Berlin I & II besuchen Wald der Erinnerung und Einsatzführungskommando

Im Oktober 2017 besuchten Mitglieder der Standortgruppen Berlin I und II das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam Geltow. Die Anreise gestaltete sich schwierig, denn alle Teilnehmer mussten nach der Kernarbeitszeit in 90 Minuten durch den Stadtverkehr von Berlin und Potsdam nach Geltow. Vielleicht ist das auch der Grund warum nur relativ wenige im Arbeitsprozess stehende Mitglieder teilgenommen haben. ABER nach 4 Stunden Besuch des „Wald der Erinnerung“ und eines Vortrages im Presse- und Informationszentrum der Bundeswehr (PIZ) - muss man sagen der Besuch hat sich für die Teilnehmer gelohnt.

 

Zunächst besuchten wir unter Begleitung von StFw Köller den „Wald der Erinnerung“. Eingebettet in den natürlichen Baumbestand der Henning-von-Tresckow-Kaserne wurde ein Gedenkort geschaffen, der an die Bundeswehrangehörigen – Soldaten, Angestellte und Beamte - erinnert, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Der „Wald der Erinnerung“ mit den wiedererrichteten Ehrenhainen aus den Standorten in den Einsatzgebieten ist ein wichtiger Baustein der Gedenk- und Erinnerungskultur der Bundeswehr. Insbesondere die in den Ehrenhainen angebrachten Namenstafeln – auf Wunsch der Angehörigen ohne Dienstgrade -  schaffen eine Atmosphäre zum „Innehalten“ und für tiefer gehende Besinnung, Trauer und Erinnerung. 

Im Anschluss wurden uns die Aufgaben des Einsatzführungskommando der Bundeswehr durch Hauptmann Fuchs verdeutlicht. Alle Einsätze deutscher Streitkräfte - ob im nationalen oder multinationalen Rahmen - werden grundsätzlich vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr geplant und geführt. Es ist damit die operative Führungsebene der Bundeswehr und gibt als einzige Dienststelle nationale Weisungen an die Führer der Kontingente in den Einsatzgebieten. Diese erhalten ihre taktischen Aufträge in der Regel von multinationalen Hauptquartieren. Das Einsatzführungskommando stellt sicher, dass der Einsatz deutscher Kräfte mandatskonform erfolgt und die Rechtsnormen der Bundesrepublik Deutschland nicht verletzt werden.

Verdeutlicht wurde den Mitgliedern des VBB und deren Ehepartnern der Einsatz EUNAVFOR MED Operation Sophia. Kernauftrag der Einheiten des Verbands ist, zur Aufklärung von Schleusernetzwerken auf der Zentralen Mittelmeerroute beizutragen. Uns war nicht bewusst, dass die Operation erst später den Namen „Sophia“ erhielt. Es ist der Name eines somalischen Mädchens, das am 24. August 2015 an Bord der Fregatte „Schleswig-Holstein“ zur Welt kam - des ersten Kindes, das an Bord eines Schiffes der Bundeswehr geboren wurde.