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19. April 2018
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BAAINBw Koblenz: Feierliche Verabschiedung am Deutschen Eck

Auf der Festung Ehrenbreitstein hoch über dem Deutschen Eck empfing Präsident BAAINBw Stein aus der Hand der Bundesministerin der Verteidigung Dr. von der Leyen zwei Urkunden:

Den Dank für vierzig Jahre treue Pflichterfüllung und die Versetzung in den Ruhestand mit Erreichung der Altersgrenze. Die Gastgeberin hatte angesichts der herausragenden Bedeutung der Rüstung einen bemerkenswerten Personenkreis eingeladen und konnte sich zusammen mit Präsidenten Stein über eine hochrangige Gästeschar erfreuen. In ihrer Rede zur Verabschiedung hob die Bundesministerin nicht nur den Werdegang und die Verdienste des zu verabschiedenden Präsidenten hervor. Sie sprach auch die hervorragenden Leistungen des Amtes und dessen Beschäftigten an. Der scheidende Präsident sprach in seiner positiv-kritischen Abschiedsrede offen an, was unsere Mitglieder ebenfalls bewegt: Wenn etwas im Argen liegt bei der Ausrüstung „zeigt der Finger immer nach Koblenz“. Ich finde das ungerecht, sagte Präsident Stein. Recht hat er, deswegen wird der VBB diese Ungerechtigkeit weiter bekämpfen!

Mit Wohlwollen nimmt der VBB zur Kenntnis, dass es doch noch möglich ist, eine nach Artikel 87b des Grundgesetzes zivile Oberbehörde in die Hände einer Zivilistin zu geben. Zur Erinnerung, der neue Abteilungsleiter AIN ist Admiral und der neue Staatssekretär war bis vor wenigen Tagen General. So wird dem Ingenieur Stein die Juristin Korb an der Spitze der größten Oberbehörde technischer Prägung folgen.

Die zukünftige Präsidentin Korb ist im „Amt“ wahrlich keine Unbekannte und kennt das BAAINBw und seinen nachgeordneten Bereich bestens. Angesichts der anstehenden Herausforderungen kann es sich für die Beschäftigten ebenfalls als nützlich erweisen, dass sich die handelnden Personen des Bereichs IX und die „Kollegin Korb“ keinesfalls fremd sind! Der VBB wünscht der zukünftigen Präsidentin Korb einen schnellen Start in der neuen Verantwortung und hofft auf gute Gespräche.

Noch einmal zurück zum Veranstaltungsort, der in seiner Symbolik gewisse Deutungen zulässt. Die preußische Festung Ehrenbreitstein war auf Fels errichteter Ausdruck des Herrschaftsanspruchs Berlins über die Rheinlande, Teil der Wacht am Rhein. Die Waffen reichten zum gegenüberliegenden Rheinufer, an dem auch das heutige „Mutterhaus“ des BAAINBw mit Leitungsbereich liegt. Die Rheinländer mussten sich mit den Preußen arrangieren und die Preußen mussten lernen, die rheinische Lebensart zu verstehen. Bald darauf haben beide Seiten nachweislich voneinander profitiert. Es gibt kein Gegeneinander mehr, es gibt ein herzliches Miteinander. Die ehemalige Festung beherbergt das Ehrenmal des deutschen Heeres, ist heutzutage beliebter Ausflugsort, stimmungsvolle Eventlocation und gehört unverzichtbar zu Koblenz. Die Gastgeberin hat eine gute Wahl für die Bundeswehr getroffen.