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16. August 2017
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Landesverband V

Standortgruppe Mannheim Wasserwerksbesichtigung

In Mannheim kennt Jeder den Wasserturm. Er ist mit 60 m Höhe das imposante Wahrzeichen der Stadt. Bis zum Jahr 1999 war er ein wichtiges Teilstück der städtischen Wasserversorgung.

Kaum Jemand kennt hingegen eines der außerhalb der Stadt gelegenen Wasserwerke.

Man kennt die Weisheiten: Woher kommt der Strom? Natürlich aus der Steckdose. Woher kommt das Trinkwasser? Natürlich aus dem Wasserhahn. Das ist die vordergründige humorvolle  Betrachtungsweise. Mitglieder der Standortgruppe Mannheim– allesamt Ruhestandsbeamte- ließen es sich nicht nehmen, bei herrlichstem Sommerwetter das idyllisch im Käfertaler Wald gelegene  Wasserwerk zu besuchen und der Sache auf den Grund zu gehen.  

Das Wasserwerk Käfertal wurde bereits im Jahre 1888 in Betrieb genommen. Das äußere Bild ist seitdem unverändert. Lediglich notwendige Modernisierungen wurden vorgenommen.

Die Gruppe erhielt einen primär durch die Insider-Kenntnisse interessanten Vortrag mit anschließender Führung durch Herrn Harm, einem ehemaligen Mitarbeiter des Wasserwerks. In eindrucksvoller und professioneller Weise erklärte er den Weg des Wassers bis zum Verbraucher. Das Wasser wird nicht etwa- wie man meinen könnte- von Rhein oder Neckar gewonnen, sondern als Grundwasser aus  27 Brunnen.

Man erfuhr auch, dass nirgendwo in Europa mit dem Trinkwasser bewusster umgegangen wird als in Deutschland. Der Wasserverbrauch beträgt hierzulande pro Einwohner und Tag 130 l, wohingegen  z.B. in Italien 230 l verbraucht werden. Weltweit liegen allerdings die USA mit 300 Litern  an der Spitze. Für das Trinken und zum Zubereiten von Essen wird sehr wenig  verbraucht. Am meisten Trinkwasser wird  für die WC-Spülung und den Betrieb einer Waschmaschine benötigt. Interessant war zu hören, dass kein Lebensmittel höheren Qualitätsforderungen unterliegt als Trinkwasser. In Mannheim werden im Übrigen mehr Wasserproben genommen als dies nach den strengen Gesetzesvorlagen gefordert ist. Man kann also getrost das Wasser, so wie es aus der Leitung kommt, trinken.

Am Ende der fast 2-stündigen Veranstaltung bedankte sich Herbert Rösch, der Sprecher der Ruhestandsbeamten, bei Herrn Harm. Die Teilnehmer waren begeistert und wissen künftig, wie das Trinkwasser in Mannheim zum Wasserhahn und damit zum Verbraucher gelangt.

In einer in der Nähe gelegenen Waldgaststätte ließ man in angenehmer Atmosphäre die Veranstaltung ausklingen und hatte Gelegenheit, das Gehörte und Gesehene zu verdauen und darüber zu diskutieren.