20. Mai 2026
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Was kann das neugefasste Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz (kurz: BwBBG)?

Am 14. Februar 2026 ist die Neufassung des BwBBG in Kraft getreten. Das BwBBG zielt darauf ab die Ausrüstung der Bundeswehr schneller zu beschaffen, insbesondere vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Lage („Zeitenwende“).

Am 14.02.2026 ist die Neufassung des BwBBG in Kraft getreten. Das BwBBG zielt darauf ab die Ausrüstung der Bundeswehr schneller zu beschaffen, insbesondere vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Lage („Zeitenwende“).

Hierzu ein Überblick über die wesentlichen Neuerungen:

1. Der Anwendungsbereich wurde erweitert (§ 1 BwBBG). Erfasst sind nun neben den militärischen Bedarfen auch „zivile“ Bedarfe der Bundeswehr, sofern diese zur Deckung der Bedarfe der Bundeswehr vergeben werden. Zudem wurde die Gültigkeit des BwBBG bis zum 31.12.2035 verlängert.

2. Vergaberechtliche Erleichterungen, insbesondere: 

3. Bei Vorliegen von Verteidigungs- und Sicherheitsinteressen kann der Auftraggeber ein Vergabeverfahren einleiten, ohne dass dessen Finanzierung bereits gesichert ist (vgl. § 7 Abs. 2 BwBBG).

4. Ausnahme von der Bundeshaushaltsordnung (BHO) gemäß § 5 BwBBG, Vorleistungen dürfen insbesondere auch dann vereinbart werden, wenn das Vorsehen in den Vertragsbedingungen in einem wettbewerblichen Verfahren aus Sicht des Auftraggebers auf Basis einer durchgeführten Markterkundung eine höhere Anzahl an Bewerbern oder Bietern, eine höhere Qualität der Leistung oder eine beschleunigte Erweiterung verteidigungsindustrieller Kapazitäten erwarten lässt.

Gemäß Gesetzesbegründung ist Ziel die Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge aufgrund des erheblich gestiegenen Bedarfs von Liefer-, Bau-, und Dienstleistungen für die Bundeswehr. Einige Neuerungen stechen positiv hervor (u.a. der Wegfall der aufschiebenden Wirkung im vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahren). Wie sich die Neuerungen jedoch in der Praxis auswirken und in welchem Umfang die Änderungen zur Beschleunigung der Beschaffungen von Bundeswehrmaterial führt, bleibt abzuwarten.