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23. April 2018
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Wer kümmert sich um den Sozialdienst der Bundeswehr?

Leider sind Stellenbündelung und andere wertschätzende Maßnahmen noch nicht vollumfänglich im Sozialdienst angekommen. Zudem hat sich der qualitative Anspruch an den Sozialdienst in den letzten Jahren deutlich erhöht, genau wie die Arbeitsbelastung. Es ist längst an der Zeit, den engagierten Menschen im Sozialdienst etwas zurückzugeben!

Dauerhaft wertvolle Leistung außerhalb des Rampenlichts

Der Sozialdienst ist vielen Angehörigen der Bundeswehr zwar namentlich bekannt, jedoch sind viele froh, wenn sie ihn nicht benötigen. Wenn aber der Sozialdienst gebraucht wird steht die dortigen Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Verfügung! Zum Glück, muss man sagen, denn der Sozialdienst hilft allen Bundeswehrangehörigen und deren Familien mit breiter Fachkenntnis bei sozialen Fragestellungen, vertraulich, qualifiziert individuell und neutral. Eine Bundeswehr ohne Sozialdient ist nicht vorstellbar!

Das Leistungsspektrum wurde tiefer und breiter

Schwerpunkt der Sozialberatung sind materiell-rechtliche Angelegenheiten des Sozialrechts, des Sozialversicherungsrechts und des Versorgungsrechts. Diese Themen sind tatsächlich so schwierig, wie sie sich anhören. Das erfährt man von Betroffenen, die dankbar die Expertise und Erfahrung des Sozialdienstes in Anspruch nehmen.

Weitere Beratungsgebiete sind Fragestellungen zur Dienstunfähigkeit, zu Ansprüchen bei Todesfällen, sowie Hinterbliebenenberatung, wobei die Einsatzversorgung zunehmend zum beherrschenden Thema wird. Zu erwähnen sind hier auch die beliebten und geschätzten Seminare für ausscheidende Berufssoldaten, in Ruhestand gehende Beamtinnen und Beamte sowie Zivilbeschäftigte, die der Sozialdienst gleichfalls durchführt. Der Nutzen für die Seminarteilnehmer ist hoch, die Belastung des Sozialdienstes ebenfalls. Schon der Überblick über den Leistungskatalog zeigt, welche unverzichtbaren Beiträge die Kolleginnen und Kollegen des Sozialdienstes für die Bundeswehr Tag für Tag leisten.

Sozialberater fühlen sich abgehängt

So richtig spiegelt sich das nicht im aktuellen Dotierungsgefüge wider. Wünschenswerte Anhebungen der Dienstpostenbewertungen oder Dienstpostenbündelung befinden sich meist in der administrativen Bearbeitung, Ausgang ungewiss. Dieser unbefriedigende Zustand ist umgehend zu beenden, sonst wird das Personal über kurz oder lang abwandern. Wer will das schon?

Der Sozialdienst tut viel Gutes und den Menschen dort soll nun endlich was Gutes widerfahren. Administrative Kälte schadet letztlich der gesamten Bundeswehr!

Die Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen des Sozialdienstes ist zumindest im VBB verdientermaßen hoch und der VBB wird an diesem Thema dranbleiben!