
Am 20. und 21. März 2026 fand der 13. dbb bundesfrauenkongress in Berlin statt. Unter dem Motto „Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie.“ wurden zentrale frauenpolitische Leitlinien für die kommenden fünf Jahre diskutiert und Grundsätze der frauenpolitischen Arbeit des dbb Beamtenbund und Tarifunion beschlossen.
Der Verband der Beamten und Beschäftigten der Bundeswehr war mit vier stimmberechtigten Delegierten vertreten – Elisabeth Benz, Katja John, Michelle Amlung und Tatjana Kharitonova-Felser, die sich besonders über den Besuch der Bundesvorsitzenden Frau Imke Bonstaedt-Küpper gefreut haben.
Im Rahmen des Kongresses wurde eine neue Geschäftsführung gewählt: Milanie Kreutz wurde hier erneut im Amt als Vorsitzende bestätigt. Tanja Küsgens ist neue stellvertretende Vorsitzende, Beisitzerinnen sind Synnöve Nüchter, Sandra Schäfer, Martina Scherer und Valentina van Dornick.
Eine hochkarätig besetzte Öffentlichkeitsveranstaltung setzte Anreize aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft und untermalte die Bedeutung von Frauen für eine lebendige Demokratie.
Politische Impulse kamen von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die betonte, dass Gleichstellung ein verfassungsrechtlicher Auftrag ist, und von Stefanie Hubig, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, die die Bedeutung von gleichberechtigter Teilhabe unterstrich. Auch Volker Geyer, dbb-Bundesvorsitzender, mahnte: „Gleichstellung ist kein Randthema, sondern ein Grundpfeiler der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“
Am zweiten Kongresstag wurde über 300 Anträge entschieden. „Fast 300 Anträge bedeuten nicht nur Arbeit. Sie bedeuten Engagement, Leidenschaft und Erfahrung aus der Praxis. Anträge sind nichts Abstraktes. Hinter jedem Antrag stehen ein Missstand und ein Veränderungswille.“, betonte Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung und stellvertretende dbb Bundesvorsitzende. Mit folgenden Themen ist die Politik der dbb frauen für die nächsten fünf Jahre neu ausgerichtet: Parität, Gleichstellung und Genderpolitik; Schutz vor Gewalt, Diskriminierung und Extremismus; Digitalisierung, KI und Staatsmodernisierung; Arbeitszeit, Arbeitsorganisation und moderne Arbeitsformen; Vereinbarkeit Familie und Beruf; Pflege; Frauengesundheit; Bildung und Gesellschaft; Wirtschaft und Steuern; Dienst-, Besoldungs-Tarif- und Sozialpolitik sowie Ehrenamt und Verbandskultur.
Alle teilnehmenden Frauen haben auf dem Kongress klar gemacht, dass Parität und Gleichstellung politische Priorität haben müssen – in Gewerkschaften, Politik und Gesellschaft. Jetzt gilt es, diese Impulse im Alltag umzusetzen und sichtbar zu machen.