14. Januar 2026

Bericht der Bundesfrauenvertreterin des VBB zur 67. dbb Jahrestagung in Köln

  • Foto: VBB
    Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender mit dem Oberbürgermeister der Stadt Köln Torsten Burmester
  • Foto: VBB Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und dbb Bundesvorsitzender Volker Geyer
  • Foto: VBB Publizist Michel Friedman
  • Foto: VBB Diagramm zur Diskussionsrunde "Krisenfest in die Zukunft – wie stärken wir die Resilienz in der Bevölkerung?"
  • Foto: VBB Sabine Lackner, Präsidentin der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Den Auftakt bildete am Sonntagabend (11. Januar 2026) ein Empfang in der Kölner Flora. Das elegante Ambiente des historischen Gebäudes setzte einen würdigen Rahmen für den Abend. Geschulte und ausgesprochen freundliche Servicekräfte sorgten aufmerksam für das leibliche Wohl der Gäste. In Verbindung mit der musikalischen Untermalung entstand eine Atmosphäre, die einen lebendigen, mühelosen und zugleich informativen Austausch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Gewerkschaften sowie der anwesenden Prominenz ermöglichte.

Sowohl der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Herr Burmester, der Vorstandsvorsitzende der AXA, Herr Dr. Schumacher, als auch Volker Geyer brachten ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass es sich um die letzte Jahrestagung des dbb in Köln handelt. Ab dem kommenden Jahr wird Berlin die Gastgeberstadt der eintägigen dbb-Jahrestagung sein.

Der Oberbürgermeister der Stadt Köln ist bereits jetzt mit Rederecht für das kommende Jahr eingeladen – ebenso wie Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.

Erster Tagungstag 12. Januar 2026

Die beiden vorgenannten Herren sowie Herr Alexander Dobrindt, Bundesminister des Inneren, betonten in ihren Reden, dass sie das Berufsbeamtentum aus gewichtigen und nachvollziehbaren Gründen auch weiterhin mit Nachdruck unterstützen werden.

In seiner Rede erinnerte der Oberbürgermeister an den diesjährigen 150. Geburtstag Konrad Adenauers und unterstrich die Bedeutung einer leistungsfähigen Verwaltung, insbesondere in den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen. Zugleich verwies er auf die dramatische Haushaltslage und die mit seinem Amtsantritt verhängte Haushaltssperre für Köln.

Mehrere prägnante Aussagen der Vortragenden verdeutlichten die zentralen Themen der Tagung: „Das Vertrauen in den Staat nimmt ab“, hieß es mit Blick auf die Wahrnehmung in der Bevölkerung. Ebenso deutlich wurde: „Wir müssen aufhören, von den Beschäftigten immer mehr zu verlangen.“ Ein klares Bekenntnis galt dem Berufsbeamtentum: „Wer das Berufsbeamtentum infrage stellt, öffnet Tür und Tor zur Vetternwirtschaft. Wenn wir es noch nicht hätten, müssten wir es erfinden – es schützt Deutschland.“ Weitere Kernaussagen lauteten: „Staat stärken, Handlungssicherheit schaffen“ sowie der eindringliche Hinweis auf den bevorstehenden demografischen Aderlass im öffentlichen Dienst: In den kommenden Jahren werden rund 1,4 Millionen Stellen altersbedingt wegfallen, zusätzlich fehlen bereits heute 600.000 Dienstposten.

Ein besonderes Augenmerk galt dem Versprechen von Alexander Dobrindt, die amtsangemessene Alimentation „in einigen Wochen“ umzusetzen. Insgesamt wurde ein klares Bekenntnis zum Berufsbeamtentum bekräftigt.

Da Künstliche Intelligenz im öffentlichen Dienst eine immer größere Rolle spielt und zugleich Chancen zur Entlastung des Personals bietet, stand am Nachmittag die Staatsmodernisierung im Fokus. Hierzu sprach Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, über die Potenziale und Risiken der digitalen Transformation.

Zweiter Tagungstag 13. Januar 2026

Der Tag begann mit einem Vortrag von Professor Dr. Dr. Friedmann (Jurist, Publizist und Philosoph). Eine bewusst provokante Einstiegsfrage sorgte sofort für Aufmerksamkeit. Der eindrucksvolle und bewegende Vortrag endete verdient mit Standing Ovations. Im anschließenden Interview positionierte er sich klar zur Verfassung, zu politischen Parteien und zum gesellschaftlichen Miteinander.

Den Abschluss bildete zunächst der Kurzvortrag von Michael Ebling, Minister des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, zum Thema: “Krisenfest in die Zukunft – wie stärken wir die Resilienz der Bevölkerung?”

In der anschließenden Diskussionsrunde beteiligten sich außerdem: Ralph Tiesler, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Sabine Lackner, Präsidentin der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Herr Gobins, Präsident der Europäischen Bewegung Lettland, Herr Hemsig, 2. Vorsitzender und Fachvorstand Tarifpolitik des dbb.

Fazit: Es war eine rundum gelungene Veranstaltung unseres Dachverbandes. Weitere Informationen und Videos finden Sie auf der Homepage des dbb

Ihre VBB-Bundesfrauenvertreterin Susanne Bogner