28. Mai 2025

Bonn und die Bundeswehr: Eine enge Verbindung mit Zukunftsperspektiven

Am Abend des 22. Mai fand im Museum König der traditionelle Gemeinsame Jahresempfang der Bundeswehr am Standort Bonn statt. Eingeladen waren Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um die langjährige Verbundenheit zwischen der Bundesstadt und der Bundeswehr zu würdigen.

Der Präsident des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Prof. Dr. Roland Börger, begrüßte die Gäste auch im Namen von Generalmajor Armin Fleischmann, Kommandeur Unterstützung im Kommando Cyber- und Informationsraum, sowie Generalmajor Stefan Zeyen, Chef des Stabes des Unterstützungskommandos. Unter den Gästen wurden insbesondere die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Katja Dörner, der Abgeordnete Guido Déus, die Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Petra von Wick, der Sprecher des Vorstandes der BImA Prof. Dr. Alexander von Erdély  sowie zahlreiche Präsidenten, Generäle, Admirale und ehemalige Angehörige der Bundeswehr, begrüßt.


Als diesjähriger Gastgeber betonte Börger in seiner Ansprache, dass Bonn seit der Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955 eng mit den Streitkräften verbunden ist. Die Stadt war der Geburtsort der Bundeswehr, deren erste Freiwillige hier ihre Ernennungsurkunden erhielten. Auch nach der Verlegung der Hauptstadt nach Berlin bleibt Bonn ein bedeutender Standort für die Bundeswehr, mit zahlreichen Dienststellen und Einrichtungen.


Neben der historischen Bedeutung hob Börger die gesellschaftliche und wirtschaftliche Integration der Bundeswehr in Bonn hervor. Tausende aktive und ehemalige Bundeswehrangehörige leben hier, ihre Familien sind fest in der Stadt verwurzelt. Die Bundeswehr zählt neben den Postnachfolgeunternehmen zu den wichtigsten Arbeitgebern vor Ort und ist ein zentraler gesellschaftlicher Akteur. Einen weiteren Schwerpunkt legte er auf die demokratische Tradition, die Bonn mit der Bundeswehr verbindet. Die Entscheidung, das Verteidigungsministerium in Bonn zu etab-lieren, symbolisiert die enge Verbindung zur demokratischen Grundordnung und den Aufbau einer Parlamentsarmee.

Der Festsaal des Museum König ist dabei ein passender Ort, da hier der parlamentarische Rat den demokratischen Neuanfang in Deutschland gestaltete. Angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen stellte Börger die Bedeutung einer starken Verteidigung und eines engen Schulterschlusses zwischen Zivilgesellschaft und Militär heraus. Die Bedrohungen durch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und hybride Kriegführung sind real und erfordern eine modern aufgestellte Bundeswehr.


Oberbürgermeisterin Dörner unterstrich in ihrem Grußwort die enge Verbindung der Stadt Bonn und der Bundeswehr: „Die Stadt Bonn und die Bundeswehr blicken auf eine traditionsreiche und gute Zusammenarbeit zurück. Die Bundeswehr ist heute eine der größten Arbeitgeberinnen in unserer Stadt. Aktuell macht sie sich bereit, um neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Auch in Zukunft werden dabei wichtige Aufgaben wie die medizinische Versorgung der Soldatinnen und  Soldaten oder die Logistik aus Bonn gesteuert werden. Für dieses klare Bekenntnis zum Standort Bonn bin ich als Oberbürgermeisterin sehr dankbar“.


Die in Bonn befindlichen Einheiten, wie das Kommando Cyber- und Informationsraum und das jüngst aufgestellte Unterstützungskommando, demonstrieren die Zeitenwende und die Anpassungsfähigkeit der Streitkräfte. Abschließend bilanzierte der Präsident die positive Zukunftsaussicht: Bonn bleibt ein wichtiger Standort der Bundeswehr!
Maßgeblich zur festlichen Atmosphäre des Empfangs beigetragen haben, musikalisch das Heeresmusikkorps Koblenz, kulinarisch die Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr und das Museum König.

Text von: Ltg BAIUDBw – PIZ IUD