Auf der Hauptversammlung der DBB Frauen wurden zahlreiche Themen intensiv diskutiert, richtungsweisende Beschlüsse gefasst und wichtige Impulse für die zukünftige Arbeit gesetzt.
Zwei Beiträge auf den Seiten des dbb beamtenbund und tarifunion geben einen guten Einblick in die dort behandelten Schwerpunkte:
Ganz im Sinne des Grundgesetzes: Gleichberechtigung
Kreutz: Arbeiten in Teilzeit kein Luxus, sondern Notwendigkeit
Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Teilzeitregelungen im öffentlichen Dienst sowie das gesellschaftliche Ansehen von Beamtinnen und Beamten, das derzeit von verschiedenen Seiten – auch aus der Politik und den Medien – zunehmend infrage gestellt wird.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die nachlassende Unterstützung und Akzeptanz für Frauenrechte, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft – und das nicht nur in Deutschland, sondern über Ländergrenzen hinweg. Als Beispiel wurde der Besuch bei der UN-Frauenversammlung hervorgehoben, der verdeutlichte, dass Gleichstellungspolitik weiterhin eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe bleibt.
Auch das von Bundesministerin Bärbel Bas vorgeschlagene Thema, Beamtinnen und Beamte künftig in die Rentenkasse einzubeziehen, sorgte für lebhafte Diskussionen. Trotz stichhaltiger Gegenargumente ist dieser Vorschlag noch nicht vom Tisch. Fachliche Analysen zeigen jedoch klar: Eine solche Reform würde den Staat erheblich teurer zu stehen kommen, da die Bezüge entsprechend angehoben, die Beiträge abgeführt und später auch ausbezahlt werden müssten. Das Ergebnis wäre eine Schwächung, wenn nicht gar das Ende des Berufsbeamtentums. Dennoch plant die Ministerin die Einsetzung einer Rentenkommission. Der DBB bleibt hier wachsam und wirkt mit einer neuen Grundsatzkommission aktiv entgegen.
Abschließend wurde das herausragende ehrenamtliche Engagement der DBB Frauen gewürdigt. Der Zusammenhalt innerhalb der Organisation wurde als entscheidender Schlüssel für die erfolgreiche Vertretung der Interessen von Frauen im öffentlichen Dienst hervorgehoben.
Bogner, VBB Bundesfrauenvertreterin