Nachdem ja im letzten Jahr die Floßfahrt kurzfristig abgesagt werden musste, nahmen wir in diesem Jahr einen neuen Anlauf und diesmal hat alles geklappt. Die Standortgruppe Landsberg - Lechfeld führte Ende Juni 2025 ihre lange geplante und angekündigte Floßfahrt durch.
Leider war das Wetter in dieser Woche nicht das Allerschönste. Es war bewölkt und teilweise windig. Aber trotzdem fanden sich viele Mitglieder und Angehörige, die sich diesen Ausflug nicht entgehen lassen wollten. So fuhren wir also mit einem Bus des BwFurpark nach Lechbruck zur Anlegestelle und begaben uns auf das überraschend gut ausgestattete Floß. Wir wurden von der Flößermannschaft freundlich begrüßt und in die Gepflogenheiten und Sicherheitshinweise für den Aufenthalt an Bord fachgerecht eingewiesen. Dann konnte die Fahrt bei windigem Wetter auch schon losgehen. Die kurzweilige Fahrt ging vom Anlegehafen zum Lechwehr, dann über den Lech Stausee zurück zur Anlegestelle und dauerte ca. 2 Stunden. Da wir motorisierte Unterstützung hatten, mussten sich die Flößer nicht allzu sehr anstrengen. Insgesamt war es eine schöne gemütliche Fahrt auf dem Floß mit einigen Geschichten und Anekdoten zum Flößerleben in den Jahren bis 1937. Die Flößerei war früher ein wichtiger Wirtschaftszweig und erreichte am Lech ihren Höhepunkt im Jahre 1865. Dann setzte der Niedergang ein und die letzten Flöße wurden im Jahr 1937 abgeliefert. Heute hat die Flößerei ihre Bedeutung verloren und existiert nur noch als touristisches Angebot. In Lechbruck wird die Flößerei als immaterielles Kulturerbe bewahrt und es existiert dort auch ein Flößer-Museum. Somit wurden wir also auch über die Geschichte der Flößerei informiert. Zusätzlich zu den Geschichten rund um die Flößerei gab es auf dem Floß auch die Möglichkeit, alkoholische und nicht-alkoholische Getränke zu erwerben. Von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht. Nach der gemütlichen und lustigen Fahrt begab sich die Mehrheit der Gäste anschließend in ein Cafe im Ortsinneren von Lechbruck, um sich etwas aufzuwärmen. Es war zwischenzeitlich doch recht frisch und windig geworden. Nach dem Aufwärmen ging es gut gelaunt wieder zum Bus um pünktlich wieder in der Welfenkaserne (Startpunkt) einzufahren. Fazit: Ein gelungener Ausflug unserer Standortgruppe, der durchaus noch mehr Teilnehmer und etwas besseres Wetter verdient hätte!