Fachvorträge zu Beihilfe, Vorsorgevollmacht und Pflegeberatung treffen auf großes Interesse
Bad Reichenhall – Die Standortgruppe Bad Reichenhall des Verbands der Beamten und Beschäftigten der Bundeswehr e.V. (VBB) hat kürzlich zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, die sich ganz dem wichtigen Thema „Vorsorge im Alter“ widmete. Zahlreiche Mitglieder und Interessierte folgten der Einladung in das Offizierheim Bad Reichenhall, um sich aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge zu informieren.
Der stellvertretende Vorsitzende der Standortgruppe, Marco Trebuth, eröffnete die Veranstaltung. In seiner Begrüßung dankte er den Anwesenden für ihr Interesse und hieß insbesondere den Seniorenbeauftragten der Standortgruppe, Rudolf Gruttauer, sowie die beiden Referenten des Tages herzlich willkommen: Wolfgang Wittmann vom Sozialdienst der Bundeswehr und Sibylle Geißel von Compass Private Pflegeberatung.
Wolfgang Wittmann begann seinen Vortrag mit einer kurzen Vorstellung des Sozialdienstes der Bundeswehr. Er erläuterte, dass der Sozialdienst nicht nur aktive Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Beschäftigte betreut, sondern auch für deren Angehörige eine wichtige Anlaufstelle bei sozialen, familiären oder gesundheitlichen Problemen ist.
Im weiteren Verlauf widmete sich Wittmann den aktuellen Neuerungen in der Beihilfe. Dabei ging er insbesondere auf veränderte Regelungen ein, die die Beantragung von Pflegeleistungen und medizinischer Versorgung betreffen. Auch die immer wichtiger werdenden Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht wurden umfassend beleuchtet. Wittmann stellte heraus, wie bedeutend es ist, rechtzeitig Vorsorgevollmachten zu erstellen, um im Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit rechtlich abgesichert zu sein und den Angehörigen klare Handlungsrahmen zu geben.
Den zweiten Teil der Veranstaltung gestaltete Pflegberaterin Sibylle Geißel von Compass Private Pflegeberatung. Als kompetente Ansprechpartnerin erläuterte sie die vielfältigen Angebote von Compass, die sich an alle Personen richten, die privat krankenversichert sind und Unterstützung im Pflegefall benötigen.
Geißel erklärte anschaulich die unterschiedlichen Pflegegrade, die seit der Reform der Pflegestufen gelten, und beschrieb den Ablauf einer Pflegebegutachtung durch den Medizinischen Dienst oder andere zuständige Stellen. Dabei betonte sie, wie wichtig es sei, sich frühzeitig mit den individuellen Möglichkeiten der Pflege auseinanderzusetzen – sei es ambulant, stationär oder im Rahmen der häuslichen Pflege durch Angehörige oder professionelle Dienste.
Besonderes Augenmerk legte Geißel auch auf die zahlreichen Beratungs- und Unterstützungsangebote, die Compass als private Pflegeberatung zur Verfügung stellt. Diese reichen von der telefonischen Erstberatung über ausführliche persönliche Gespräche bis hin zur Begleitung bei der Antragstellung von Pflegeleistungen.
Die Teilnehmenden der Veranstaltung zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Informationsfülle und der fachlichen Kompetenz der Referenten. In einer abschließenden Fragerunde wurden individuelle Anliegen geklärt und wertvolle Hinweise für den Alltag gegeben.
Marco Trebuth zog ein durchweg positives Fazit: „Vorsorge ist ein Thema, das uns alle betrifft – früher oder später. Es freut mich, dass wir mit dieser Veranstaltung ein so breites Interesse wecken konnten. Unser Dank gilt den beiden Referenten, die die komplexen Inhalte verständlich und praxisnah vermittelt haben und Rudolf Gruttauer für die Organisation der Veranstaltung.“
Die Standortgruppe Bad Reichenhall plant, auch künftig Veranstaltungen zu lebensnahen Themen für ihre Mitglieder anzubieten. Denn eines wurde an diesem Tag einmal mehr deutlich: Wer sich frühzeitig informiert und vorbereitet, kann selbstbestimmt und sorgenfreier in die Zukunft blicken.
Text: RAmtm M. Trebuth